„Glücksfall, wenn man noch welche kriegt“: Spikes in Berlin nahezu ausverkauft – kein Nachschub in Aussicht

Wegen der seit Tagen anhaltenden Glätte ist die Nachfrage nach Spikes für Schuhe in Berlin groß. „Also wer noch welche hatte, hat sie jetzt nicht mehr im Laden“, erklärte der Geschäftsführer des Berliner Handelsverbands, Nils Busch-Petersen. Weil die Winter der vergangenen Jahre eher mild ausfielen, sei der Einzelhandel auf die hohe Nachfrage nicht vorbereitet. „Es gibt ja kaum jemanden, der das führt. Das sind ein paar Sportartikelgeschäfte, ein paar Outdoor-Läden.“

Tagesspiegel Checkpoint: Berlins beliebtester Newsletter

Der schnellste Berlin-Überblick von Montag bis Samstag.

Ich bin damit einverstanden, dass mir per E-Mail interessante Angebote des Tagesspiegels unterbreitet werden. Meine Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Überall ausverkauft

Die ohnehin niedrigen Bestände seien „ruckzuck ausverkauft gewesen“, berichtet Busch-Petersen. „So weit ist es jetzt schon auch ein Glücksfall, wenn man noch welche kriegt.“ 

Auf Nachschub ist kaum zu hoffen: Neue Ware innerhalb weniger Tage zu bekommen, sei nicht möglich. Busch-Petersen geht davon aus, dass Spikes in aller Regel importiert werden. „Insoweit wird das einen langen Weg haben.“ Er appelliert an alle Verantwortlichen: „Räumen und streuen. Wenn das alle ordentlich tun, dann brauchen wir keine Spikes.“

Gehwege seit Tagen spiegelglatt

Die Sprecherin des Berliner BG Unfallkrankenhauses, Angela Kijewski, hält Spikes zwar für die beste Variante, empfiehlt aber in jedem Falle vernünftiges Schuhwerk. Und den „Pinguingang“: Mit dem Oberkörper etwas nach vorn gebeugt sowie mit leicht gebeugten Knien über vereiste Flächen gehen.

Im Berliner BG Unfallkrankenhaus werden derzeit täglich 30 bis 40 Menschen nach Glätteunfällen behandelt – häufig wegen Knochenbrüchen der Hände, aber auch Gehirnerschütterungen durch Stürze auf den Hinterkopf und Gesichts- und Hüftverletzungen. (dpa)