Gespräche mit Iron-Dome-Hersteller in Israel : VW-Werk in Osnabrück soll offenbar von Automobilbau auf Rüstungsproduktion umstellen
Volkswagen verhandelt offenbar mit dem israelischen Rüstungsunternehmen Rafael Advanced Defence Systems (Rafael) über eine weitreichende Neuausrichtung des VW-Werks in Osnabrück. Wie die „Financial Times“ unter Berufung auf zwei Insider berichtet, soll die Fabrik von der Auto- auf die Rüstungsproduktion umgestellt werden und künftig Teile für das israelische Iron-Dome-Luftabwehrsystem herstellen.
Bisher stand eine Schließung des Werks im Raum. Ziel sei es nun aber, alle rund 2300 Arbeitsplätze zu erhalten. Die Bundesregierung unterstütze das Vorhaben, heißt es weiter. Für VW wäre es eine ungewöhnliche Rückkehr in die Waffenproduktion, die das Unternehmen zuletzt im Zweiten Weltkrieg für Adolf Hitler betrieben hatte.
Geplant ist demnach, Trägerfahrzeuge und Generatoren zu fertigen, nicht jedoch Raketen. Dafür will Rafael laut Bericht eine separate Anlage in Deutschland bauen. Die Produktion in Osnabrück umzustellen, wäre demnach mit vergleichsweise wenig Investitionen möglich und könnte innerhalb von 12 bis 18 Monaten erfolgen. Zunächst müsse aber die Belegschaft zustimmen.
Rafael wolle die in Deutschland gefertigten Systeme an europäische Staaten verkaufen, die nach dem russischen Angriff auf die Ukraine massiv in ihre Luftabwehr investieren. Deutschland gilt dem Bericht zufolge als bevorzugter Standort, weil es zu Israels engsten Unterstützern in Europa zählt und weil die Bundesregierung darauf drängt, freie industrielle Kapazitäten zu nutzen.
VW sucht seit Längerem nach einer Zukunftsperspektive für Osnabrück, wo die Autoproduktion Ende nächsten Jahres eingestellt werden soll. Der Konzern habe auf eine Anfrage zunächst nicht reagiert, heißt es. (Tsp)
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