„Butter Run“ erobert die sozialen Medien: Hilfe, Laufen macht jetzt Fett!

Vergessen Sie Johannes Gutenberg, Thomas Edison oder Carl Benz. Die Namen, die man jetzt kennen muss, sind Libby Cope und ihr Partner Jacob Arnold. Beide sind 30 Jahre alt und verfügen über epischen Erfindergeist. Sie haben eines der elementarsten Dinge der Menschheit revolutioniert: das Laufen beziehungsweise Joggen.

Wer künftig läuft, wird die verlorenen Kalorien direkt reproduzieren. Es geht um den sogenannten Butter Run.

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Er ist ein typisches TikTok- beziehungsweise Instagram-Phänomen. Dieses zeichnet sich durch eine gewisse Niedrigschwelligkeit aus – sowie durch eine Form der Neuschöpfung, egal, wie absurd sie auch sein mag.

Beim Butter Run geht es darum, Sahne oder Buttermilch in einen Beutel zu füllen und diesen beim Joggen mit sich zu führen. Es empfiehlt sich, auf holprigem Untergrund zu laufen, damit die Sahne oder die Buttermilch ordentlich durchgeschüttelt wird.

Das (wenig verwunderliche) Ergebnis nach rund zehn Kilometern: Aus der Sahne ist ein fester Klumpen Fett geworden. Die Sahne wurde tatsächlich geschlagen!

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Die Influencerin piaundhalloumi (Halloumi ist der Name ihres süßen Hundes) strich sich in ihrem Insta-Video die erlaufene Butter auf ihr Brot, streute noch Meersalz drauf und erklärte: „Abschließend muss man sagen: Man kann Butter auch kaufen oder ohne Laufen herstellen. Aber was wäre das Leben ohne Sidequests (für die Älteren: Nebenaufgabe, Nebenmission)!“

Libby Cope und Jacob Arnold sind die Schöpfer

Wer nun denken würde, dass dieser seit Jahrhunderten bekannte physikalische Prozess, bei dem eine Fett-in-Wasser-Emulsion durch mechanische Energie (Schlagen/Schütteln) zerstört wird, keiner größeren Erwähnung mehr wert sei, sieht sich im Jahr 2026 getäuscht. In Kombination mit Laufen findet das Butter-Schlagen ein Millionenpublikum.

Womit wir wieder bei den neuen Helden der Läuferszene wären: Libby Cope und Jacob Arnold. Sie sind vielfach gefragte Interviewpartner.

11
Millionen Aufrufe hatte der Clip.

In der Boulevardzeitung „New York Post“ erzählten sie, dass sie am Frühstückstisch auf die Idee gekommen seien. Ihr erstes Video vom Laufen und der geschlagenen Butter war ein durchschlagender Erfolg: Auf Instagram hatte der Clip elf Millionen Aufrufe. Der Trend war geboren.

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Ein paar Dinge gibt es beim Erzeugen der Butter allerdings zu beachten. Erstens sollte die Sahne oder Buttermilch nicht zu kalt sein. Kalte Sahne hat es schwerer, zu Butter zu werden, weil sich die Flüssigkeitsmoleküle langsamer bewegen als bei Zimmertemperatur. Zu warm darf es allerdings auch nicht sein – sonst bleibt die Sahne flüssig.

Und zweitens sollte die Laufstrecke schon mindestens etwa zehn Kilometer lang sein, damit man die Butter danach direkt aufs Brot schmieren kann.

Aber nach dem Trend ist bekanntlich vor dem Trend. Man munkelt, in Influencer-Kreisen werde schon nach Fortsetzungen gesucht. Whiskey Sour, Margarita, Gin Fizz – geschüttelt, nicht gerührt beim Laufen. Das wäre doch auch was.