Sleaford Mods, Ya Tseen, Sassy 009, Die Sterne: Die Alben der Woche im Soundcheck
Sleaford Mods: The Demise of Planet X (Rough Trade)
Düstere Zeiten bringen die beste Musik hervor, so das alte englische Post-Punk-Naturgesetz. Oder auch: in Zeiten wie diesen gehen Jason Williamson, Chefshouter von Sleaford Mods – seit 15 Jahren sowas wie der inoffizielle Poet Laureate der britischen Popkultur – garantiert nicht die Themen aus.

Der schnellste Berlin-Überblick von Montag bis Samstag.
Album Nummer acht (oder 13, je nach offizieller Zählung) beginnt mit einem galligen Lachen. Es geht um Social-Media-Abstumpfung, gesellschaftliche Spaltung, den Aufstieg der neuen Rechten, toxische Alpha-Male-Kultur, you name it. Aber auch um Selbstreflexion: die triste Jugend im England der 80er, Mental-Health-Probleme, Drogenmissbrauch und Williamsons gefürchtetes, bitterböses Schlachten der britischen Band-Konkurrenz auf Social Media und in Interviews.
Produziert wurde zu Hause in Nottingham, im Studio von Portishead-Gründer Geoff Barrow in Bristol und zum ersten Mal in den wohl heiligsten Hallen des britischen Musik-Establishments, den Londoner Abbey Road Studios. Top-5-Alben, Celebrity-Kollaborationen und Touren durch die größten Konzerthallen – der Biss und die Beats sind geblieben, die Kanten abgeschliffener. Nice one. Christine Franz, Musikjouranlistin
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Sassy 009: Dreamer+ (PIAS)
Am Anfang dieser Platte lässt Sassy, eher untypisch für eine norwegische Singer-Songwriterin, Motoren aufheulen. Alles klar, es geht also hochoktanig zur Sache. Sassy ist aber auch keine typische Singer-Songwriterin: Ihre Texte haben ordentlich zu kämpfen, damit sie nicht in vertrackten Drum-Beats und dichtem Brei untergehen. Anstrengend? Manchmal. Gut? Jedenfalls nicht schlecht. Und Blood Orange als Feature-Gast ist natürlich auch schön! Martin Böttcher, Musikjournalist
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Ya Tseen: Stand On My Shoulders (Sub Pop)
„Ya Tseen“ bedeutet in der Sprache der indigenen Tlingit aus Alaska „lebendig sein“. Den Namen erhielt der multidisziplinäre Künstler Nicholas Galanin von seinem Vater nach einem überstandenen Jagdunfall. Über die zuweilen eklektischen Klangwelten dieses sphärisch-experimentellen Popentwurfs lässt sich trefflich streiten – leblos sind sie jedoch tatsächlich in keiner Sekunde. Hannes Soltau, Tagesspiegel
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Die Sterne: Wenn es Liebe ist (PIAS)
Vor sechs Jahren erfand Frank Spilker seine Band neu, und das war gut so. Zwei fabelhafte Alben erschienen, so frisch wie Debüts. Das wirkte dringlich und flog auf dynamischen Grooves energetisch voran. „Wenn es Liebe ist“ hat immer noch den Groove, klingt aber gebremster. Es müssen die Zeiten sein, die auf Dauer jeden klugen und sensiblen Menschen in die Seile zwingen. Spilker hat zwar noch etwas zu sagen, aber es ist schon ein klares Zeichen, wenn am Ende dieser Platte ein knapp zehnminütiger Instrumental-Krautrock-Jam steht. Titel: „Immer noch sprachlos“. Andreas Müller, Moderator
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