Mickey Rourke will nichts von Spendenaufruf gewusst haben. Seine Managerin widerspricht

In einem Spendenaufruf auf einer GoFundMe-Crowdfunding-Seite  für Schauspieler Mickey Rourke, 73, sind mehr als 90.000 Dollar zusammengekommen. Am Montagabend hat sich das ehemalige Sexsymbol via Instagram zu Wort gemeldet und alle Spendenden gebeten, sich ihr Geld zurückzuholen. Er habe nichts von der Aktion gewusst, sagte Rourke. »Ich würde so etwas nicht tun. Dafür bin ich zu stolz«.

Rourkes Managerin, die den Spendenaufruf in Auftrag gegeben hat, widerspricht der Darstellung ihres Klienten. Das Geld müsse Rourke nicht annehmen, sagte Kimberly Hines dem »Hollywood Reporter« . Die Hilfe sei aber mit ihm abgesprochen gewesen. Die Kampagne selbst wurde von einer Frau namens Liya-Joelle Jones gestartet, einer Assistentin von Hines.

Rourke behauptete in seinem Video, er sei »frustriert« und »verwirrt« und verstehe nicht, warum jemand in seinem Namen eine GoFundMe-Kampagne gestartet habe. Und weiter: »Es gibt nur eine Person, die mir einfällt, die so etwas tun würde, und ich hoffe, es ist nicht die Person, an die ich denke. Es ist demütigend«, sagte Rourke. Er werde mit seinem Anwalt über die Sache sprechen.

Laut Jones solle mit dem Crowdfunding eine Zwangsräumung verhindert werden, da Rourke fast 60.000 Dollar Mietschulden habe. Es gibt nach übereinstimmenden Medienberichten auch eine Forderung an Rourke, Mietzahlungen in Höhe von 59.100 Dollar zu begleichen.

Der Schauspieler nahm in seinem Video keinen direkten Bezug darauf, sagte aber, dass er sich aktuell in einem Rechtsstreit mit Personen befinde. Diese haben demnach Miete für eine Immobilie verlangt, in der es unter anderem ein Problem mit Ratten gab und teilweise kein Wasser verfügbar war. Er habe deswegen keine Miete mehr gezahlt.

Er habe sich zu einem nicht genannten Zeitpunkt zwar »Geld von einem sehr guten Freund geliehen«, nachdem er durch eine Mietimmobilie einen finanziellen Rückschlag erlitten hatte, aber er betonte, dass er »niemals Fremde, Fans oder irgendjemanden um einen Cent bitten würde.«

Hines habe Rourke am Wochenende gesagt, dass es Leute gebe, die ihm helfen wollten. Er habe »okay, super« geantwortet. Sie bezweifle aber, dass er genau verstanden hätte, worum es gehe. Nach dem Medienrummel über den Spendenaufruf sei Rourke nun »ausgeflippt«.

Die Kampagne sei gestartet worden, weil Rourke Hilfe benötige, sagte Hines. Der Schauspieler habe sein Apartment verlassen müssen. Sie habe Rourke ab kommender Woche eine neue Wohnung organisiert und ihn erst mal auf ihre Kosten in einem Hotel untergebracht, weil ihr Klient kein Geld habe, nicht einmal ein Bankkonto.

Das Gute an dem Medienrummel um den Spendenaufruf laut Hines: Rourke habe innerhalb eines Tages vier Filmangebote bekommen. Vorher hätte es lange keine Rollenangebote gegeben.

Rourke war in den Achtzigerjahren ein gefragter Schauspieler in Hollywood. Nach diversen Skandalen startete er dann eine mehr oder minder erfolgreiche Laufbahn als Profiboxer, ruinierte sich sein Gesicht und spielte in immer obskuren Filmen mit.

Ab 2005 gelang ihm mit Rollen in »Sin City« und dem Kämpferdrama »The Wrestler« (2008) noch einmal ein Comeback, das ihm sogar eine Oscarnominierung einbrachte, doch seitdem wurden seine Auftritte wieder bizarrer.

Zuletzt flog er im April 2025 wegen homophober Bemerkungen und aggressivem Verhalten aus dem britischen TV-Format »Celebrity Big Brother«.

Mickey Rourke im April 2025

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