Viele Flüge nach Nahost gestoppt: BER büßt durch Iran-Krieg 100.000 Passagiere pro Monat ein
Der Krieg im Iran hat direkte finanzielle Auswirkungen auf den Flughafen Berlin-Brandenburg (BER). Flughafenchefin Aletta von Massenbach sagte in einem Interview mit der „Berliner Morgenpost“, dass rund 100.000 bis 110.000 Reisende pro Monat unmittelbar betroffen seien. Das monatliche Passagieraufkommen am BER liegt bei etwa 2,2 Millionen Passagieren.
Durch den Iran-Krieg fallen insbesondere Flüge nach Doha aus. Hinzu kommen die Ziele Dubai und Abu Dhabi, wie auch Tel Aviv und Beirut. Es gebe zudem Auswirkungen auf Amman und Dschidda. „In Summe fehlen uns, wenn diese Destinationen nicht angeflogen werden, rund zweieinhalb Millionen Euro Umsatz pro Monat“, sagte von Massenbach.
Zugleich betonte die Flughafenchefin, dass die Situation für Reisende zwar schwierig geworden sei, dies aber in keinem Verhältnis zu den Belastungen für die Menschen vor Ort stehe: „Beim Krieg in Nahost denke ich aber als Erstes: Was bedeutet das für die Menschen dort? Und nicht: Wie schlimm ist es für uns?“, sagte sie. Dennoch habe der Krieg finanzielle Folgen für den BER.
Israel und die USA greifen seit dem 28. Februar gemeinsam Ziele im Iran an. Das Regime reagierte mit Angriffen auf militärische und zivile Ziele in der gesamten Golfregion und im Nahen Osten.